Serverless Computing für KMU – Was dahintersteckt und wann es sich für dein Unternehmen in Köln und Bonn lohnt

Serverless Computing für KMU – Was dahintersteckt und wann es sich für dein Unternehmen in Köln und Bonn lohnt

Serverless klingt erst mal nach einem Widerspruch. Ohne Server soll Software laufen? Der Begriff führt tatsächlich in die Irre, und das gibt sogar Google in seiner eigenen Dokumentation zu: Serverless bedeutet nicht, dass es keine Server mehr gibt. Es bedeutet, dass sich der Cloud-Anbieter um sie kümmert und du dich nicht mehr darum kümmern musst.¹

Für dich als Geschäftsführer eines kleinen oder mittleren Unternehmens ist genau das der spannende Punkt. Du willst keine Server im Keller stehen haben, die Strom fressen, gewartet werden müssen und irgendwann ausfallen. Du willst, dass deine Anwendungen funktionieren, dass die Kosten planbar bleiben und dass niemand nachts um drei aufsteht, weil eine Festplatte den Geist aufgegeben hat. Serverless verspricht in diese Richtung einiges. Ob es hält, was der Begriff verspricht, und wo die Grenzen liegen, schauen wir uns in diesem Artikel an. Ohne Technik-Kauderwelsch, dafür mit den Fragen, die dich als Entscheider wirklich betreffen: Kosten, Aufwand, Sicherheit, Datenschutz.

Wie geht eine professionelle IT-Strategie für KMU mit IT-Deol aus?

Was Serverless Computing eigentlich ist

Bevor wir über Vor- und Nachteile reden, sollten wir klären, worüber wir überhaupt sprechen. Der Begriff wird nämlich gern verwendet, ohne dass klar wird, was dahintersteckt.

Server gibt es weiterhin, nur nicht bei dir

Serverless Computing ist ein Modell, bei dem der Cloud-Anbieter die komplette Infrastruktur bereitstellt, verwaltet und skaliert. Du gibst deinen Programmcode ab, und der Anbieter sorgt dafür, dass er läuft. Alles, was sonst dazugehört, fällt für dich weg: keine Server bereitstellen, keine Kapazitäten planen, keine Sicherheitsupdates einspielen, kein Patchen. AWS beschreibt das für seinen Dienst Lambda genau so: Der Dienst verwaltet die darunterliegende Infrastruktur, also Serverwartung, Bereitstellung von Kapazität, Skalierung und Patching, damit du dich auf deine Anwendungslogik konzentrieren kannst.²

Das ist der eigentliche Kern. Bei klassischen Servern, egal ob im eigenen Haus oder als gemietete virtuelle Maschine in der Cloud, trägst du oder dein IT-Dienstleister die Verantwortung dafür, dass die Maschine läuft, aktuell und sicher ist. Bei Serverless übernimmt das der Anbieter. Google vergleicht das mit dem Wasseranschluss: Du kannst einen eigenen Brunnen graben, die Wasserqualität testen und die gesamte Verrohrung selbst warten. Oder du schließt dich an die Wasserleitung der Stadt an, drehst den Hahn auf und bekommst so viel Wasser, wie du gerade brauchst. Am Monatsende zahlst du für die tatsächlich verbrauchte Menge.¹

Netzwerksegmentierung – So verhinderst du, dass ein Cyberangriff dein gesamtes Firmennetzwerk in Köln und Bonn lahmlegt

Function-as-a-Service als häufigste Spielart

Wenn Fachleute von Serverless reden, meinen sie meist eine bestimmte Variante: Function-as-a-Service, kurz FaaS. Dabei zerlegst du deine Anwendung in einzelne kleine Funktionen, die jeweils eine Aufgabe erledigen. Eine Funktion nimmt zum Beispiel ein hochgeladenes Bild entgegen und erstellt daraus eine kleinere Vorschau. Eine andere prüft ein Kontaktformular und schreibt die Daten in eine Datenbank.

Google unterscheidet dabei zwischen zwei Grundtypen: FaaS für die Ausführung solcher Programmlogik und Backend-as-a-Service, bei dem ganze Bausteine wie Anmeldung, Datenbank oder Speicher als fertiger Dienst geliefert werden.¹ Wichtig für dich: FaaS ist streng genommen nur ein Teil des großen Ganzen. Serverless umfasst laut Google jeden Dienst, bei dem Serververwaltung, Konfiguration, Skalierung und Abrechnung vom Nutzer abstrahiert sind. Das kann auch eine Datenbank oder ein Speicherdienst sein. Für die Praxis in einem KMU reicht es zu wissen: Es geht um kleine, klar umrissene Aufgaben, die bei Bedarf ausgeführt werden, und um Infrastruktur, um die du dich nicht mehr selbst kümmerst.

Jetzt kostenloses IT-Strategiegespräch mit IT-Deol buchen

Du bist dir nicht sicher, ob Serverless zu deinem Betrieb passt oder ob eine andere Cloud-Variante sinnvoller wäre? Wir von IT-Deol schauen uns gemeinsam mit dir deine aktuelle IT an und ordnen die Möglichkeiten ehrlich ein.

So funktioniert die Abrechnung nach Nutzung

Für Entscheider ist meist der Kostenpunkt der interessanteste. Denn Serverless ändert grundlegend, wie du für IT-Infrastruktur bezahlst. Und das kann sich spürbar auf deine Ausgaben auswirken.

Du zahlst nur, wenn Code läuft

Das prägende Merkmal von Serverless ist die Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung. Google formuliert es so: Du zahlst nur für die exakte Menge an Ressourcen, die verwendet wird, und nicht für ungenutzte Kapazität.¹ AWS bestätigt das für Lambda mit dem Prinzip, dass du keine Vorabverpflichtungen eingehst und nur für die genutzten Ressourcen bezahlst.²

Der Unterschied zu einem klassischen Server ist erheblich. Einen Server mietest oder betreibst du rund um die Uhr, auch nachts, auch am Wochenende, auch wenn niemand die Anwendung nutzt. Du zahlst für die Bereitschaft, nicht für die Nutzung. Bei Serverless entstehen Kosten nur dann, wenn dein Code wirklich ausgeführt wird. Läuft nichts, zahlst du für die Rechenleistung nichts. Google spricht davon, dass du nicht für ungenutzte Kapazität belastet wirst und die Ressourcen nach der Ausführung automatisch wieder auf null herunterskalieren.¹

Schutz von Cloud-Backups in Köln mit Unterstützung von IT-Deol aus Lohmar vor Hackern!

Wann sich das rechnet und wann nicht

Ehrlich bleiben ist hier wichtig, denn Pauschalversprechen führen in die Irre. Serverless ist nicht automatisch billiger. Es ist billiger für Anwendungen, die unregelmäßig oder schwankend genutzt werden. Denk an ein Formular auf deiner Website, das mal zehnmal am Tag und mal zweihundertmal ausgefüllt wird. Oder an eine nächtliche Auswertung, die einmal täglich für ein paar Minuten läuft. Für solche Fälle passt das Modell gut, weil du in den Leerlaufzeiten nichts bezahlst.

Läuft eine Anwendung dagegen konstant unter Volllast, rund um die Uhr, ohne Pausen, kann ein klassischer Server unter dem Strich günstiger sein. Microsoft trägt dem übrigens Rechnung, indem Azure für dauerhaft laufende oder besonders anspruchsvolle Anwendungen neben dem nutzungsbasierten Modell auch andere Betriebsvarianten anbietet, etwa mit permanent bereitgehaltenen Instanzen.³ Die Rechnung hängt also immer vom konkreten Nutzungsmuster ab. Genau deshalb lohnt sich vorab ein nüchterner Blick auf deine tatsächliche Auslastung.

Automatische Skalierung ohne dein Zutun

Neben den Kosten ist die Skalierung das zweite große Argument. Damit ist gemeint, wie eine Anwendung mit schwankender Last umgeht. Und hier spielt Serverless eine seiner größten Stärken aus.

Von null auf Spitzenlast und zurück

Klassische IT-Planung kennt ein Dilemma. Baust du deine Server für den Normalbetrieb aus, brechen sie bei Lastspitzen zusammen. Baust du sie für die Spitze aus, bezahlst du die meiste Zeit für Kapazität, die brachliegt. Serverless löst dieses Problem, indem der Anbieter automatisch mitwächst. AWS beschreibt für Lambda, dass jede Ausführung unabhängig läuft und horizontal skaliert, um die Nachfrage zu bedienen, wobei Lambda die Ausführungsumgebungen als Reaktion auf den Verkehr selbst erstellt und wieder abbaut.²

Google bringt es auf den Punkt: Serverless-Architekturen skalieren von sich aus nach oben und unten, und anders als beim automatischen Skalieren anderer Cloud-Modelle, das ein Feintuning von Regeln erfordert, geschieht das sofort und kann bis auf null herunterskalieren.¹ Für dich heißt das: Wenn morgen ein Beitrag über dein Unternehmen viral geht und plötzlich tausende Menschen deine Website besuchen, muss niemand hektisch Server nachbestellen. Das System fängt die Last ab. Und wenn der Ansturm vorbei ist, fährt es wieder herunter, ohne dass du dafür weiterzahlst.

Hybride IT-Infrastrukturen für dein Unternehmen in der Region Köln/ Bonn von IT-Deol aus Lohmar

Ereignisse als Auslöser

Serverless funktioniert ereignisgesteuert. Das bedeutet, deine Funktionen werden nicht dauerhaft ausgeführt, sondern durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöst. Google beschreibt dieses Prinzip so, dass der Anbieter nur dann Ressourcen bereitstellt, wenn ein Ereignis deinen Code zur Ausführung anstößt.¹

Ein Ereignis kann vieles sein. Jemand ruft eine Schnittstelle auf, eine Datei wird hochgeladen, eine Nachricht landet in einer Warteschlange, oder ein Zeitplan löst zu einer festen Uhrzeit aus. AWS listet als Auslöser für Lambda unter anderem API-Aufrufe, das Ablegen von Dateien in einem Speicher und Nachrichtenwarteschlangen auf, mit Anbindung an über 200 weitere Dienste.² Azure nennt vergleichbare Szenarien, etwa Code auszuführen, wenn eine Datei hochgeladen wird, oder eine Aufgabe zu festen Zeitintervallen laufen zu lassen.³ Der Vorteil dieses Prinzips: Es läuft nichts im Hintergrund und verbraucht Ressourcen, solange nichts zu tun ist.

Jetzt kostenloses IT-Strategiegespräch mit IT-Deol buchen

IT-Deol begleitet Unternehmen in der Region Köln und Bonn dabei, solche Cloud-Bausteine sinnvoll und ohne Überraschungen einzusetzen. Melde dich, wenn du das Thema mal in Ruhe durchsprechen willst.

Typische Einsatzfälle im Mittelstand

Theorie ist gut, aber wo bringt Serverless einem KMU konkret etwas? Die Anbieter nennen in ihrer Dokumentation eine ganze Reihe von Beispielen, die sich gut auf mittelständische Betriebe übertragen lassen.

Web-Backends, APIs und Automatisierung

Ein häufiger Einsatzfall ist die Logik hinter einer Website oder einer App. AWS führt als Beispiel eine einfache Aufgabenlisten-Anwendung an, bei der registrierte Nutzer Einträge anlegen, ändern, ansehen und löschen. Die Geschäftslogik läuft dabei über Serverless-Funktionen, angebunden an eine Datenbank und einen Dienst für die Auslieferung der statischen Inhalte.² Für dich könnte das ein Kundenportal sein, ein Buchungssystem oder das Backend deiner mobilen App.

Auch Schnittstellen, sogenannte APIs, lassen sich so betreiben. Azure nennt als Szenario den Aufbau einer skalierbaren Web-API mit einer Reihe von Endpunkten für deine Anwendungen.³ Ein weiteres großes Feld ist die Automatisierung wiederkehrender Aufgaben. Google beschreibt etwa geplante und ereignisbasierte Aktionen wie die automatische Erstellung und Verteilung von Routineberichten, bei der ein Zeitplan täglich eine Funktion anstößt, die Daten aufbereitet und per E-Mail versendet.¹ Solche kleinen Helfer, die im Hintergrund lästige Handarbeit abnehmen, sind für viele Betriebe der einfachste Einstieg.

Datenverarbeitung und Verbindung von Systemen

Immer wieder geht es darum, Daten zu verarbeiten oder verschiedene Programme miteinander reden zu lassen. Google beschreibt als klassischen Anwendungsfall die Synchronisierung von Kontakten oder Leads zwischen verschiedenen Geschäftsanwendungen, etwa wenn Daten aus einem System automatisch in ein anderes übertragen werden.¹ Wer ein CRM und ein separates Marketing-Tool nutzt, kennt das Problem doppelter Pflege.

Auch die Verarbeitung von Dateien ist ein typisches Beispiel. AWS beschreibt einen Ablauf, bei dem hochgeladene Dokumente automatisch umgewandelt und weiterverarbeitet werden, sobald sie im Speicher ankommen.² Azure nennt außerdem die Verarbeitung von Datenströmen in Echtzeit und das automatische Bereinigen von Daten zu festen Zeiten.³ Das sind alles Aufgaben, die in vielen KMU heute noch von Hand oder mit fragilen Bastellösungen erledigt werden. Serverless kann sie zuverlässig und ohne eigenen Serverbetrieb übernehmen.

Server-Management von IT-Deol aus Lohmar für dein Unternehmen in Köln, Bonn, Siegburg

Wo Serverless nicht die richtige Wahl ist

So nützlich das Modell ist, es passt nicht überall. Ein seriöser Blick gehört dazu, sonst investierst du in etwas, das deine Anforderungen gar nicht abdeckt. Google benennt die Schwächen in seiner eigenen Dokumentation offen, und daran halten wir uns.

Grenzen bei Dauerbetrieb und Startverzögerung

Google weist ausdrücklich darauf hin, dass Serverless-Architekturen nicht für alle Anwendungen geeignet sind, insbesondere nicht für Anwendungen mit sehr langen Laufzeiten oder mit besonders niedrigen Latenzanforderungen.¹ Braucht ein Prozess also Stunden am Stück oder muss auf Millisekunden zuverlässig antworten, stößt das Modell an Grenzen.

Ein weiterer Punkt ist der sogenannte Kaltstart. Google erklärt, dass Serverless-Funktionen manchmal eine Verzögerung beim erstmaligen Aufruf erleben können, weil die Umgebung erst hochgefahren wird.¹ Wurde eine Funktion länger nicht genutzt, dauert der erste Aufruf minimal länger. Für die meisten KMU-Anwendungen ist das nicht spürbar. Bei zeitkritischen Anwendungen kann es aber stören. Microsoft bietet für solche Fälle wie erwähnt Betriebsvarianten mit dauerhaft bereitgehaltenen Instanzen an, die genau diese Verzögerung vermeiden.³ Auch die Ausführungsdauer ist begrenzt: AWS nennt für eine einzelne Ausführung einer Lambda-Funktion eine Obergrenze von 15 Minuten.²

IT-Monitoring für dein Unternehmen in der Region Köln/ Bonn mit IT-Deol aus Lohmar!

Anbieterabhängigkeit im Blick behalten

Ein Thema, das du als Entscheider kennen solltest, ist die Anbieterabhängigkeit, im Fachjargon Vendor Lock-in. Google spricht das in seiner Nachteilsliste offen an: Das Migrieren von Serverless-Anwendungen zwischen Cloud-Anbietern kann aufwendig sein, weil sich die Schnittstellen und Konfigurationen unterscheiden.¹

Im Klartext heißt das: Baust du deine Anwendung tief auf die Serverless-Dienste eines Anbieters auf, ist ein späterer Wechsel zu einem anderen Anbieter nicht mal eben gemacht. Das muss kein Ausschlusskriterium sein, viele Unternehmen fahren jahrelang gut mit einem Anbieter. Aber es sollte eine bewusste Entscheidung sein und keine, in die du hineinrutschst. Ein weiterer von Google genannter Punkt ist die eingeschränkte Sicht auf die darunterliegende Technik, was die Fehlersuche bei Leistungsproblemen erschweren kann.¹ Auch das gehört zur ehrlichen Bilanz.

Datenschutz, Sicherheit und Serverstandort

Kein Thema beschäftigt deutsche Entscheider so sehr wie der Datenschutz. Wenn deine Daten bei einem Cloud-Anbieter liegen, willst du wissen, wo sie liegen und wie sie geschützt sind. Das ist berechtigt und gehört auf den Tisch.

Verantwortung ist geteilt

Ein verbreitetes Missverständnis lautet: Wenn der Anbieter die Infrastruktur verwaltet, ist auch die Sicherheit allein seine Sache. So einfach ist es nicht. Das BSI, die deutsche Behörde für IT-Sicherheit, macht in seinem Kriterienkatalog C5 deutlich, dass sich Anbieter, Kunde und Prüfer die Verantwortung für Informationssicherheit teilen.⁴ Der Anbieter sorgt für eine sichere Infrastruktur, du bist aber weiterhin dafür verantwortlich, deine Anwendung sinnvoll zu konfigurieren und mit den Daten korrekt umzugehen.

Das BSI hat den Kriterienkatalog C5 dafür geschaffen, ein Mindestsicherheitsniveau für Cloud-Dienste transparent und nach einer standardisierten Prüfung darzustellen.⁴ Für dich ist das ein praktisches Werkzeug bei der Anbieterauswahl. Das BSI empfiehlt Cloud-Kunden ausdrücklich, den C5-Bericht beim jeweiligen Anbieter anzufordern, ihn auszuwerten und diese Prüfung jährlich zu wiederholen. Wichtig zu wissen: Das BSI selbst prüft keine dieser Berichte, sondern es liegt in deiner Verantwortung als Kunde, die Berichte zu analysieren und deine eigenen Schlüsse zu ziehen.⁴ Genau hier kann ein IT-Partner an deiner Seite den Unterschied machen, weil er weiß, worauf in so einem Bericht zu achten ist.

IT Deol aus Lohmar unterstützt dich bei der DSGVO

Serverstandort EU und DSGVO

Für die DSGVO ist entscheidend, wo deine Daten verarbeitet und gespeichert werden. Die großen Anbieter betreiben eigene Regionen innerhalb der EU, sodass du bei der Einrichtung festlegen kannst, dass deine Daten in Europa bleiben. Der C5-Katalog des BSI hat sich laut Behörde am Markt etabliert und dient Kunden als wichtiger Leitfaden bei der Anbieterauswahl. Über hundert Testate wurden nach BSI-Angaben bereits für nationale, europäische und globale Anbieter sowie eine breite Palette von Cloud-Diensten erteilt, und auch mittelständische und kleine Anbieter nutzen den Katalog.⁴

Für dich als KMU-Verantwortlicher heißt das in der Praxis: Achte bei der Auswahl auf einen Serverstandort in der EU, lass dir den C5-Bericht oder ein vergleichbares Testat zeigen und kläre vertraglich, wer welche Pflichten trägt. Das BSI betont, dass der Kunde auch selbst prüfen muss, ob ein Basissicherheitsniveau ausreicht oder ob für seinen konkreten Anwendungsfall zusätzliche Kriterien relevant sind.⁴ Verbleibende Restrisiken trägt am Ende der Kunde. Serverless nimmt dir also die technische Wartung ab, aber nicht die Verantwortung, den richtigen Anbieter zu wählen und die Datenschutzfragen sauber zu klären. Das ist kein Grund, die Finger davon zu lassen, sondern ein Grund, es von Anfang an ordentlich aufzusetzen.

Ist Serveless Computing was für dich? Lass uns sprechen!

Was Serverless dir abnimmt

Serverless Computing nimmt dir den Serverbetrieb ab. Der Anbieter kümmert sich um Wartung, Kapazität, Skalierung und Sicherheitsupdates, du bringst deinen Code und zahlst nach tatsächlicher Nutzung.⁵ Für Anwendungen mit schwankender Last, für Automatisierung im Hintergrund und für die Verbindung verschiedener Systeme ist das ein starkes Modell, das gerade kleineren Unternehmen viel Aufwand erspart. Kein Server im Keller, keine Kapazität, die im Leerlauf Geld kostet, keine nächtlichen Notfälle wegen ausgefallener Hardware.

Wo du aufpassen solltest

Gleichzeitig ist Serverless kein Allheilmittel. Bei dauerhaft laufenden oder besonders zeitkritischen Anwendungen kann eine klassische Lösung besser passen, und die Anbieterabhängigkeit sowie der Datenschutz wollen bewusst bedacht sein. Die gute Nachricht: Diese Fragen sind alle lösbar, wenn man sie von Anfang an mitdenkt. Ein Einstieg muss nicht groß sein. Oft reicht ein einzelner, klar umrissener Anwendungsfall, um zu sehen, ob das Modell zu deinem Betrieb passt.

Jetzt kostenloses IT-Strategiegespräch mit IT-Deol buchen

IT-Deol berät Unternehmen in Köln und Bonn genau dabei, praxisnah und ohne dich in etwas zu drängen, das du nicht brauchst. Melde dich für ein unverbindliches Gespräch.


Häufige Fragen zum Thema


Was ist Serverless Computing einfach erklärt?

Serverless Computing bedeutet, dass du deinen Code oder deine Anwendung in der Cloud betreibst, ohne dich um einen eigenen Server zu kümmern. Der Anbieter stellt die Rechenleistung bereit, wartet die Technik, spielt Updates ein und passt die Kapazität automatisch an. Du lieferst nur die Logik, den Rest übernimmt die Plattform im Hintergrund. Serverless Computing für KMU nimmt dir damit genau den Teil der IT ab, der bislang am meisten Zeit und Nerven gekostet hat.

Heißt serverless, dass es keine Server mehr gibt?

Nein, Server gibt es weiterhin, sie stehen nur nicht mehr bei dir. Der Cloud-Anbieter betreibt sie in seinen Rechenzentren, kümmert sich um Wartung, Kapazität und Ausfallsicherheit und stellt dir die Leistung bei Bedarf bereit. Für dich fühlt es sich so an, als gäbe es keinen Server, weil du nie einen anfassen musst. Genau das ist der Gedanke hinter Serverless Computing für KMU: die Technik läuft, ohne dass du sie verwalten musst.

Wie funktioniert die Abrechnung bei Serverless?

Du zahlst nur für die Rechenzeit, die dein Code tatsächlich verbraucht, und nicht für einen Server, der rund um die Uhr läuft. Passiert nichts, entstehen auch keine Kosten. Läuft dein Code, wird sekundengenau nach Aufrufen und Ressourcenverbrauch abgerechnet. Für einen Betrieb mit schwankender Auslastung macht Serverless Computing für KMU die IT-Kosten dadurch planbarer und oft günstiger als ein dauerhaft laufender Server.

Für welche Anwendungen lohnt sich Serverless in einem KMU?

Besonders geeignet ist Serverless für Aufgaben, die nicht ständig, aber immer wieder anfallen: Web-Backends und APIs, die Automatisierung wiederkehrender Abläufe oder die Verarbeitung von Daten im Hintergrund. Auch das Verbinden verschiedener Systeme, etwa Shop und Warenwirtschaft, lässt sich damit elegant lösen. Solche Aufgaben schwanken oft stark in der Auslastung, und genau da spielt das Modell seine Stärke aus. Serverless Computing für KMU eignet sich also vor allem für ereignisgesteuerte und unregelmäßige Lasten.

Wann ist Serverless nicht die richtige Wahl?

Bei Anwendungen, die dauerhaft und gleichmäßig unter Last laufen, kann ein klassischer Server am Ende günstiger sein. Auch bei sehr zeitkritischen Anwendungen kann die kurze Startverzögerung beim ersten Aufruf, der sogenannte Kaltstart, stören. Und einzelne Aufgaben haben eine maximale Laufzeit, die du im Blick behalten musst. Serverless Computing für KMU ist deshalb kein Allheilmittel, sondern ein Werkzeug, das man für den passenden Anwendungsfall auswählt.

Was ist mit Datenschutz und Serverstandort?

Für die DSGVO ist entscheidend, wo deine Daten verarbeitet und gespeichert werden. Die großen Anbieter betreiben eigene Regionen innerhalb der EU, sodass du bei der Einrichtung festlegen kannst, dass deine Daten in Europa bleiben. Zusätzlich hilft der Kriterienkatalog C5 des BSI dabei, das Sicherheitsniveau eines Anbieters zu bewerten. Bei Serverless Computing für KMU gehört die bewusste Wahl von Serverstandort und Anbieter deshalb von Anfang an dazu.

Was bedeutet Vendor Lock-in?

Vendor Lock-in beschreibt die Abhängigkeit von einem bestimmten Anbieter, weil sich deine Anwendung eng an dessen Dienste bindet. Ein späterer Wechsel wird dann aufwendiger, weil Teile neu gebaut werden müssten. Das ist kein Grund gegen Serverless, aber ein Punkt, den du bei der Planung bewusst berücksichtigen solltest. Ein erfahrener Partner hilft dir bei Serverless Computing für KMU, diese Abhängigkeit von Anfang an im Rahmen zu halten.

Muss ich für Serverless programmieren können?

Du selbst nicht, aber jemand muss die Anwendung entwickeln oder anpassen, denn Serverless führt am Ende Programmcode aus. Als Geschäftsführer triffst du die strategische Entscheidung, die technische Umsetzung übernimmt deine IT oder ein Dienstleister. Wichtig ist, dass du den Nutzen und die Grenzen kennst, um mitreden zu können. Bei Serverless Computing für KMU übersetzt dir ein guter Partner die Technik in klare Entscheidungen.

Was ist Function-as-a-Service?

Function-as-a-Service, kurz FaaS, ist die häufigste Spielart von Serverless. Dabei hinterlegst du einzelne, klar abgegrenzte Funktionen, die immer dann ausgeführt werden, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt, etwa ein Aufruf über eine Schnittstelle. Die Plattform startet die Funktion, führt sie aus und beendet sie wieder, ganz automatisch. FaaS ist damit der praktische Kern, über den Serverless Computing für KMU meist umgesetzt wird.

Wie steige ich am besten in Serverless ein?

Fang klein an, mit einem einzelnen, überschaubaren Anwendungsfall statt einer großen Umstellung. So siehst du an einem konkreten Beispiel, ob das Modell zu deinem Betrieb passt, ohne ein Risiko einzugehen. Wichtig ist ein Partner, der die Fragen zu Kosten, Datenschutz und Anbieterwahl kennt. IT-Deol begleitet KMU in Köln und Bonn beim Einstieg in Serverless Computing für KMU, praxisnah und ohne dich in etwas zu drängen, das du nicht brauchst.

Quellen

1 Google Cloud: What is serverless computing? URL: https://cloud.google.com/discover/what-is-serverless-computing (abgerufen am 06.07.2026)

2 Amazon Web Services: What is AWS Lambda? (AWS Lambda Developer Guide), 2026. URL: https://docs.aws.amazon.com/lambda/latest/dg/welcome.html (abgerufen am 06.07.2026)

3 Microsoft: What is Azure Functions? (Azure Functions Overview), 2026. URL: https://learn.microsoft.com/en-us/azure/azure-functions/functions-overview (abgerufen am 06.07.2026)

4 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue (C5). URL: https://www.bsi.bund.de/EN/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Empfehlungen-nach-Angriffszielen/Cloud-Computing/Kriterienkatalog-C5/kriterienkatalog-c5_node.html (abgerufen am 06.07.2026)

5 Amazon Web Services: Serverless on AWS. URL: https://aws.amazon.com/serverless/ (abgerufen am 06.07.2026)